Vertrauensvoll umsorgt

fettabsaugen, nachsorge, vertrauenDie Nachbetreuung hängt wesentlich vom gewählten Operationsschema ab. Dem nachfolgenden Text kommt daher keine Allgemeingültigkeit zu. Es wird das Vorgehen beschrieben, wie es bei swissestetix nach einem Eingriff in Tumeszenz-Lokalanästhesie üblich ist.

Grundsätzlich wird immer nur ein kleiner Teil der für die Anästhesie verwendeten Tumeszenz-Lösung während des Eingriffs abgesaugt. Es verbleibt also ein grösseres Depot an Flüssigkeit im Körper zurück, das zum einen Teil vom Körper resorbiert und über die Nieren ausgeschieden wird und zum anderen Teil innerhalb der ersten 12-24 Stunden aus den Wundstellen ausläuft. Das Verbleiben der Tumeszenz-Lösung im Wundgebiet hat bezüglich der Anästhesie grosse Vorteile, da sie dadurch oftmals bis zu 8 Stunden nach der Operation wirksam bleibt und so einen effizienten Schutz vor dem postoperativen Schmerz bietet. Dieser ist denn auch vergleichsweise gering und wird normalerweise wie ein leichter Muskelkater beschrieben. Damit die Tumeszenz-Lösung gut auslaufen kann, werden die Einstichstellen lediglich mit Steri-Strip überklebt und ansonsten offen gelassen. Sie verheilen im Laufe der ersten 10 Tage von selbst.

Nach dem Eingriff bekommen Sie von uns einen Kompressionsanzug, den Sie für 10 Tage sowohl tags, als auch nachts tragen müssen. Danach empfehlen wir meistens noch für weitere 10-14 Tage das Tragen des Kompressionsanzuges; dann aber nur noch tagsüber. Das Tragen des Mieders wird meist als angenehm empfunden. Der Kompressionsanzug hilft einerseits bei der Mobilisation der verbliebenen Tumeszenz-Lösung. Dies hat für Sie den Vorteil, dass der Körper damit weniger belastet wird. Andererseits verhindert der Anzug auch das Entstehen einer zu grossen postoperativen Wassereinlagerung. Schliesslich stabilisiert er die sich neu formierenden Bindegewebsstränge im abgesaugten Gebiet und ist damit an der Narbenbildung und der damit verbundenen Hautretraktion beteiligt.

Nach dem Eingriff kann es in den abgesaugten Gebieten vorübergehend zu Sensibilitätsstörungen der Haut kommen (taubes Gefühl, Kribbeln oder verstärkte Berührungsempfindung). Sie basieren auf Irritationen oder Mikroverletzungen der oberflächlichen Nervenfasern und klingen in der Regel nach 2-3 Wochen spontan ab. Hämatome (Blutergüsse) sind ebenfalls eine normale Erscheinung nach dem Eingriff. Dank der Verwendung von Vibrationskanülen und Tumeszenz-Anästhesie sind sie allerdings nur sehr selten stark ausgeprägt. In manchen Fällen wandern die Hämatome vom Operationsgebiet in ein angrenzendes Areal. Dieser Effekt beruht auf dem schwerkraftbedingten Absacken der Tumeszenz-Lösung und betrifft daher vor allem die Ober- und Unterschenkel, die Füsse und die Genitalien. Hämatome verschwinden nach ca. 3 Wochen von selbst. Farblose Schwellungen (Ödeme) können auch durch den Eingriff direkt verursacht werden. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Wundwasser im Operationsgebiet. Sie lösen sich nach wenigen Tagen bis Wochen von selbst auf. Schliesslich können im abgesaugten Areal innerhalb der ersten zwei Wochen auch Verhärtungen auftreten. Sie sind harmlos und verschwinden nach einiger Zeit von selbst. Bei Bedarf kann der Prozess durch Endermologie beschleunigt werden. Wenn Sie an Adressen gut qualifizierter Endermologie-Studios interessiert sind, geben Ihnen unsere Mitarbeiterinnen gerne Auskunft.

Bei problemlosem Verlauf wird die erste Kontrolle nach ca. 10 Tagen erfolgen. Bei dieser ersten Kontrolle geht es aber noch nicht um die Beurteilung des Resultats. Vielmehr sollen die Wundstellen überprüft, die Hämatom- und Ödembildung beurteilt und der Sitz des Kompressionsanzuges kontrolliert werden. Die Abschlusskontrolle, bei der auch das ästhetische Resultat begutachtet wird, erfolgt normalerweise 3-4 Monate später. Es ist aber wichtig zu verstehen, dass es in gewissen Fällen bis zu 12 Monate dauern kann, bis die endgültige Wundheilung erreicht ist. Allfällige Korrekturen bei ästhetisch unbefriedigenden Resultaten werden daher selten vor 6 Monaten gemacht.