Fettabsaugen aus medizinischen Gründen

Medizinisch notwendige Liposuktionen ergeben sich in Kombination mit der Tumeszenz-Lokalanästhesie vor allem für gutartige Fettgewebserkrankungen, die mit einer Gewebevermehrung und/oder einer erhöhten Schmerzhaftigkeit einhergehen. Dazu zählen seltene Erkrankungen, wie der Morbus Dercum (Adipositas Dolorosa), die Lipomatosis benigna symmetrica (Launois-Bensaude-Syndrom), sowie verschiedene Lipodystrophiesyndrome (z.B. im Rahmen einer antiviralen Therapie bei HIV). Während diese Krankheiten allesamt äusserst selten sind (mit Ausnahme der Lipodystrophie bei HIV), sind die weiteren medizinischen Indikationen relativ häufig in der Praxis anzutreffen: axilläre Hyperhidrose (übermässiger Achselschweiss) und Lipome (gutartige Fetttumore). Das Lipödem ist eine weitere medizinische Indikation, für die sich das Fettabsaugen in den letzten Jahren immer mehr als Methode der Wahl etablieren konnte.
