Medizinische Komplikationen

Tiefe Beinvenenthrombose und daraus resultierende Lungenembolien sind ein Grundrisiko jeder Operation, die mit einer länger andauernden Unbeweglichkeit einhergeht. Es ist daher für uns wichtig zu wissen, ob Sie zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal eine Thrombose hatten, oder ob Sie einen genetischen Risikofaktor mit sich tragen, der die Blutgerinnung begünstigt. In jedem Fall werden wir vor dem Eingriff einen Gerinnungsstatus abnehmen, um versteckte Anhaltspunkte für eine Gerinnungsstörung ausfindig zu machen.
Naturgemäss sind Eingriffe in Tumeszenz-Lokalanästhesie weniger anfällig für postoperative Thrombosen, da Sie gleich nach dem Eingriff sofort stehen und gehen können. Die Liegezeit wird dadurch deutlich verkürzt und somit das Thromboserisiko verringert. Ausserdem müssen Sie während des Eingriffs mehrmals aufstehen, damit die Seitengleichheit und die Falltendenz der Haut im Stehen kontrolliert werden können. Nichtsdestotrotz verbleibt ein Restrisiko. Um das zu minimieren bekommen Sie bei swissestetix nach erfolgtem Eingriff routinemässig eine Thromboseprophylaxe gemäss internationalen Standards.

Hämatome und flächenhafte Ekchymosen (fleckenförmige Blutung der Haut) sind relativ häufige postoperative Komplikationen. Sie sind in der Regel harmlos und verschwinden nach wenigen Wochen von selbst. In seltenen Fällen können grosse Hämatome zu einer Entzündung führen, die sich als umschriebene lokale Rötung und Erwärmung der Haut bemerkbar macht. In solchen Fällen wird man zur Sicherheit eine antibiotische Therapie einleiten.

Serome sind abgekapselte Flüssigkeitsansammlungen (z.B. Wundflüssigkeit) in dafür nicht vorgesehenen Höhlen. Sie kommen äusserst selten vor. Da sie in der Regel mit einer langen Nadel angestochen und die Flüssigkeit abgesaugt werden muss, stellen sie ein unnötiges Infektionsrisiko dar und sind daher nicht gerne gesehen. Grundsätzlich sind sie aber zumeist harmlos.

Infektionen sind eine gängige Komplikation jeder Operation, bei Fettabsaugungen in Tumeszenz-Lokalanästhesie insgesamt aber sehr selten. Dazu trägt nicht nur die Operationstechnik mit offenen Einschnitten bei, aus der die Tumszenz-Flüssigkeit ungehindert ausfliessen kann und somit das Eindringen von Keimen deutlich erschwert, sondern auch die Tatsache, dass grossflächige Hämatome, die als idealer Nährboden für Keime angesehen werden müssen, bei der Tumeszenz-Technik relativ selten vorkommen. Ausserdem schirmen wir bei swissestetix alle Kunden intraoperativ mit einem Antibiotikum ab, um ein Höchstmass an Infektionsprophylaxe bieten zu können. Sollte es trotz der genannten Massnahmen zum Auftreten einer Infektion kommen, so muss diese gezielt antibiotisch bekämpft werden.

Hautnekrosen sind eine sehr seltene Komplikation und meist auf eine zu aggressive Operationstechnik zurückzuführen. Treten sie trotzdem auf, so kann die normalerweise problemlose Heilung abgewartet werden. In den seltensten Fällen wird man chirurgisch eine Korrektur vornehmen müssen.