Übermässiges Schwitzen unter den Armen

Schwitzen ist ein natürliches Phänomen für die Regulation der Körpertemperatur. Bei etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung besteht eine Überregulation, so dass die betroffenen Personen unabhängig von der Temperatur unter starker Schweissbildung leiden. Dieser krankhafte Zustand wird "Hyperhidrose" genannt.
Obwohl die Hyperhidrose grundsätzlich am ganzen Körper vorkommen kann, wird nur die Achselregion abgesaugt. Dies ist oft deswegen nötig, weil die Hyperhidrose nicht nur ein lästiges, sondern in der Regel auch ein stigmatisierendes und insbesondere am Arbeitsplatz unerwünschtes Übel ist. Nebst einer ganzen Palette von Therapiemöglichkeiten (aluminiumsalzhaltige Crèmes, spezielle Wasserbäder [Iontophorese], Einsatz von Botulinumtoxin [Botox], Durchtrennung von Nerven) stellt die Liposuktion eine Möglichkeit zur dauerhaften und doch minimalinvasiven Lösung des übermässigen Schwitzens dar. Dabei werden die Schweissdrüsen, die sich unmittelbar unter der Haut befinden, mit einer speziell dafür hergestellten Kanüle abgesaugt. Der Eingriff selbst ist einfach und führt meist zu einer deutlichen Besserung der Symptome. Erneutes Schwitzen kann postoperativ auftreten, wenn die Drüsen aus Resten der Schweissgänge nachwachsen. Manchmal ist dann einen Kombination mit Botox angezeigt.